Sei-ryoku-zen-yo

Übersetzt bedeutet dies:

Bester Einsatz von Geist und Körper.

 

oder auch: "maximale Wirkung bei minimalen Aufwand" und auch: "Siegen durch Nachgeben".

 

Ein Grundsatz, den auch der Jesuitenpater Ignatius von Loyola vertrat.

 

Bereits 1922 wude dieser Grundsatz in den Internationalen Judostatuten festgehalten und dort näher erläutert:

Ziel eines jeden Judoka sollte sein, sich bestmöglichst in die Gemeinschaft einzubringen. Nicht nur im Judotraining, sondern wo immer man sich aufhält: Schule, Ausbildung, Berufsleben, Familie und Freizeit.              Judo hat somit eine Ausnahmestellung in der Welt des Sports.

 

Eine langwierige und umständliche Suche nach Mitarbeitern in den Vereinen und deren Abteilungen sollte sich dadurch erübrigen, Voraussetzung:  

Dieser Grundsatz wird von allen befolgt und findet auch Einzug in andere Sportarten.

 

Ein Judoka wird deshalb in der Regel somit immer positiv in Erscheinung treten. :-)          Konsequent befolgt führt dies zu einem weiteren Judogrundsatz:


Ji-ta-kyo-ei

Dieser moralische Grundsatz bedeutet:

 

Gegenseitiges Helfen und Verstehen zum beiderseitigen Wohlergehen.

 

 

Es behinhaltet unter anderem Disziplin und Höflichkeit.

 

Im Training hat jeder Übende die hohe Veranwortung für seinen Trainingspartner, für dessen Wohlergehen. Verletzungen sind (zwar selten) möglich erfolgen aber niemals durch Absicht. Jeder lernt vom anderen. Und selbst bei einem verlorenen Übungskampf (=Randori) gibt es keinen Verlierer:

denn wir Judoka studieren und hinterfragen die Techniken und lernen dadurch immer hinzu.

 

Im Berufsleben ist ein ständiges Weiterbilden ein Muss für jeden. Genauso trifft dies für einen Judoka zu. Nach nahezu 40-jähriger Trainertätigkeit lerne ich selbst noch ständig im Judo hinzu: auf Fortbildungen und auch im eigenen Training. Ein Ende des Lernens ist nicht in Sicht.

Von einem schwedischen Kadermitglied wurde ich einmal gefragt: "Was treibt dich als Trainer an?". Meine Antowrt: "Haben meine Schüler Freude und Spaß im Training, so habe ich dies auch". Haben meine Schüler etwas im Training gelernt so führt dies auch bei mir zu

Ji-ta-kyo-ei.