Die Abteilung JUDO im TSV Benediktbeuern-Bichl

Wie alles begann:

Mitte der 50er Jahre versuchte ein Laienbruder aus dem Kloster Benediktbeuern die damaligen Jugendlichen des Klosterdorfes für den Judosport zu begeistern und ihnen ein Ziel zu geben. Zu einem der Jugendlichen, Sepp Graf,  sagte der Laienbruder: "Das lernst Du nie!" und weckte gerade dadurch dessen Ehrgeiz.

 

Dies führte schließlich 1957 zur Gründung des Judoclubs TSV Benediktbeuern-Bichl.

 

Ursprünglich trainiert wurde in einer Hütte des damaligen Abteilungsleiters Rainer Kellner in Benediktbeuern. Als Tatami mussten Bettenmatratzen dienen. Mit steigender Mitgliederzahl suchte man andere Trainingsräume, richtete diese her und mussten  doch immer wieder nach 6 bis 24 Monaten verlassen werden, wie z.B. in der Bahnhofswirtschaft, Gasthof zur Post, Gasthof Gall und schließlich sogar in einer Zementmühle in Geschwendt.

Ein Meilenstein war schließlich 1960 der Kontakt  zu den Amerikanern in der Flintkaserne Bad Tölz. Abteilungsleiter Kellner kam hierzu sein 1-jähriger Besuch in einer Highschool in Amerika zugute. Die Amerikaner hatten ein Dojo  nebst eigenem Trainer mit 2. DAN, den GI John Wootress. Erstmals konnte auf einer großen, richtigen Judomatte trainiert werden.

1964 übernahm der gebürtige Hawainer Roy Ogasawara das Traineramt. Er besaß den damals in Deutschland sehr selten zu sehenden 3. DAN. In seiner Gewichtsklasse erreichte er die Broncemedaille of National AAU Championship  in Intampa, Florida und gewann 3-mal die Hawai-Staats-Meisterschaften. Roy hatte bereits in einem Alter von 10 Jahren mit Judo begonnen. Sein Lehrer war Professor Yasuyuki Sakabe, 8. DAN, Instructor Japanese Naval Academy Wahiawa, Hawai und auch Instructor of All-Tokyo and All-Japan Navy Champions. Lange Zeit war Roy als amerikanischer Soldat in Japan stationiert, wo er seine Judokenntnisse vertiefte. Als Trainer besaß er ein immens hervorragendes pädagogisches Geschick. Für unsere Jugend war er geradezu ein Idol, dem es nachzueifern galt.

Unzählige Judoka erinnern sich auch heute noch gerne an die Trainingseinheiten des nachfolgenden Trainers Josef Graf, 3. Dan, der auch Gründungsmitglied der Abteilung war. Er absolvierte eine Judo-Lehrer-Ausbildung in Köln. Seine sportliche Erfolgsbilanz krönte er mit dem Internationalen Deutschen Vizemeistertitel. 

                            Zurückblickend kann mit Recht gesagt werden: Der Judosport wurde von Benediktbeuern aus in den ganzen Altlandkreis Bad Tölz verbreitet, in das Tegernseer Tal und auch durch die damaligen Studenten in weite Teile der Welt.

 

 

 

Unsere Trainingsgruppe am 06.03.2017

 

 

 

 

 

 

aus dem Training

 

 


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